„Genossenschaftsidee“ Immaterielles Kulturerbe der Menschheit


Die Genossenschaftsidee gehört zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Dies hat das Internationale Komitee für die Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO in Ad­dis Abeba bekanntgegeben. Es handelt sich um den ersten Vorschlag aus Deutschland zur Aufnahme in die „Repräsentative Liste“. 2015 hatte die deutsche UNESCO-Vertretung ihre erste internationale Nominierung mit dem genauen Titel „Idee und Praxis der Organisation von gemeinsamen Interessen in Genossenschaften“ eingereicht.

Die Idee von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitsch hat in den letzten 150 Jahren einen Siegeszug um die Welt angetreten. Heute sind mehr als 800 Millionen Menschen auf der Welt Mitglied in einer Genossenschaft, die damit zu ihrem wirtschaftlichen Erfolg beitragen.

In Deutschland bilden die Genossenschaften das Rückgrat der mittelständischen Wirtschaft. Genossenschaftsbanken tragen maßgeblich zur Kreditversorgung der lokalen Wirtschaften bei und sind nach wie vor flächendeckend in Deutschland zur Versorgung mit Finanzdienstleistungen vertreten. Viele Handwerker und Händler sind Mitglied einer Genossenschaft, da sie nur so im Wettbewerb mit größeren Unternehmen bestehen können.



vorne von links: Christine Merkel (Deutsche UNESCO-Kommission), Stefan Krawielicki (Deutscher Botschafter bei der UNESCO)
hinten von links: Josef Zolk (stv. Vorsitzender Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft), Dr. Manfred Wilde (stv. Vorsitzender Deutsche Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft), Prof. Dr. Christoph Wulf (Vorsitzender der deutschen Experten Kommission für das Immaterielle Weltkulturerbe), Benjamin Hanke (Deutsche UNESCO-Kommission), Hans-Günter Löffler (Auswärtiges Amt, Vorsitzender der deutschen Delegation in Addis Abeba), Thomas Mende (Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft)



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