Fusionsmanagement in Genossenschaftsbanken: Berücksichtigung genossenschaftlicher Spezifika erforderlich


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Fusionen von Volks- und Raiffeisenbanken unterscheiden sich in vielen Aspekten von Fusionen anderer Kreditinstitute. So liegt eine zentrale Aufgabe des genossenschaftlichen Fusionsmanagements in der Berücksichtigung der genossenschaftlichen Spezifika und ihrer interdependenten Wirkungsweise. Der im Mittelpunkt einer Fusion stehende MemberValue wird von vier Seiten beeinflusst. Erstens können aufgrund des Identitätsprinzips und der engen Verbindung von Kunden, Mitarbeitern und Mitgliedern neben den Eigentümer- auch Kunden- und Mitarbeiterinteressen über das Demokratieprinzip Einfluss auf die Ausgestaltung des MemberValues nehmen. Zweitens kann das Subsidiaritätsprinzip die Umsetzung des MemberValues positiv beeinflussen, da sich das Fusionsmanagement durch die Unterstützung der Verbundpartner stärker auf den Förderauftrag konzentrieren kann. Drittens setzt sich die genossenschaftliche Unternehmenskultur aus den einzelnen Spezifika zusammen, welche in ihrer Gesamtheit auf das Verständnis des MemberValues einwirken können. Abschließend kann auch die Beeinflussung durch einzelwirtschaftliche Interessen und damit eine Wirkung auf den MemberValue nicht ausgeschlossen werden.

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Autor: Vanessa Arts

Quelle: Arts, Vanessa (2015): Zusammenschlüsse von Volks- und Raiffeisenbanken – Eine theoretische Aufarbeitung und strukturierte Analyse des Fusionsprozesses unter Berücksichtigung genossenschaftlicher Spezifika, Arbeitspapiere des Instituts für Genossenschaftswesen, Nr. 153, Münster.


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