Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – Peer Monitoring existiert auch in geschlossenen Girosystemen


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Marktdisziplinierung kommt eine entscheidende Rolle zu, wenn es darum geht, systemische Risiken zu kontrollieren und Finanzstabilität durch gesunde Banken zu erzielen. Die empirische Literatur setzt sich nach derzeitigem Kenntnisstand nicht mit der Marktdisziplinierung – oder dem Peer Monitoring – in geschlossenen Girosystemen auseinander. Die empirische Analyse des geschlossenen Liquiditätsausgleichs der genossenschaftlichen FinanzGruppe zeigt jedoch ebenfalls disziplinierende Parameter. Dahingehend scheinen die genossenschaftlichen Zentralbanken die Informationen der Institutssicherung, d.h. die BVR-Ratings, zu berücksichtigen (s. Abbildung). Darüber hinaus erweist sich die durch die genossenschaftlichen Zentralbanken bereit gestellte Liquidität als eine Determinante der Stabilität der einzelnen Primärbank. Eine weitere Rolle spielt die Refinanzierung über Kundeneinlagen und die Kapitalisierung. Die Berücksichtigung genossenschaftlicher Spezifika auf Primärbanken- und Verbundebene zeigen jedoch auch Transmissionskanäle von Instabilitäten auf, die noch näher zu untersuchen sind.

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Autor: Susanne Günther

Quelle: Günther, Susanne (2016): Peer Monitoring, Eigentümerstruktur und die Stabilität von Banken Eine empirische Analyse für den deutschen genossenschaftlichen Bankensektor, Arbeitspapiere des Instituts für Genossenschaftswesen, Nr. 167, Münster.


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