Wissenschaft und Praxis im Gespräch


IT im Verbund 2020 – Grundlage für den Erfolg der genossenschaftlichen FinanzGruppe

26. Januar 2015

Aula im Schloss der Universität Münster


Referenten:
Podiumsdiskussionsteilnehmer:


V.l.n.r.: Dr. Andreas Martin, Thomas Ullrich, Hans-Heinrich Bernhardt, Dr. Christian Brauckmann, André Kasten, Prof. Dr. Theresia Theurl, Claus-Dieter Toben, Klaus-Peter Bruns, Wolfgang Klotz, Werner Termersch

Zusammenfassung von Florian Klein und Mike Schlaefke, IfG Münster

Mit dem Zusammenschluss der beiden genossenschaftlichen Rechenzentralen Fiducia IT AG und GAD eG entsteht aktuell einer der bundesweit größten Dienstleister für Informationstechnologie. Das Thema „IT im Verbund 2020 – Grundlage für den Erfolg der genossenschaftlichen FinanzGruppe“ der Veranstaltungsreihe „Wissenschaft und Praxis im Gespräch“ am 26. Januar 2015 hätte also aktueller nicht sein können. Etwa 350 interessierte Teilnehmer waren der Einladung des Instituts für Genossenschaftswesen unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Theresia Theurl gefolgt, um die zukünftige IT-Struktur der genossenschaftlichen FinanzGruppe zu diskutieren. In vier Vorträgen sowie einer anschließenden Podiumsdiskussion wurde herausgearbeitet, was ein neues gemeinsames Unternehmen leisten kann, welche Herausforderungen sich für dieses abzeichnen und welche Konsequenzen für die Genossenschaftsbanken resultieren.


Klaus-Peter Bruns und Claus-Dieter Toben

Klaus-Peter Bruns und Claus-Dieter Toben, die Vorstandsspitze der neuen „Fiducia & GAD IT AG“, eröffneten das Symposium mit einem gemeinsamen Vortrag über DIE neue Rechenzentrale und ihre Leistungspotenziale. Zum Einstieg des Vortrags stellte Klaus-Peter Bruns die allgemeinen Herausforderungen des Bankenumfelds, insbesondere auch die der digitalen Revolution heraus. Er verdeutlichte, dass neue Produkte eine immer schnellere Akzeptanz und Marktverbreitung erfahren – im Gegenzug aber auch die Lebensdauer abnehme. Die Erfolgsfaktoren zur Bewältigung der digitalen Revolution sieht er vor allem in der Innovationsgeschwindigkeit sowie in der Produkteinführungszeit, der so genannten „time to market“. Daneben seien Banken weiterhin den sinkenden Erträgen aufgrund des Niedrigzinsumfeldes, den großen Anforderungen durch die Regulierung sowie einem zunehmenden Verdrängungswettbewerb ausgesetzt. Um den Marktanforderungen gerecht zu werden, sei die genossenschaftliche FinanzGruppe gezwungen, sich „ständig in Bewegung zu halten“. Dazu gehöre auch eine generelle Neuordnung der Rollen und Kompetenzen innerhalb des Verbundes. Durch die Bündelung ihre Kräfte zur Fiducia & GAD IT AG entstehe ein neues IT-Kompetenzzentrum, welches sich durch ein umfassendes Angebot an IT-Leistungen auszeichne und das neue Unternehmen somit zu einem Full-Service Dienstleister werden lasse. Der Zusammenschluss sei ein starkes Signal und bringe großen Nutzen für die gesamte FinanzGruppe, so Toben. Dieser Nutzen würde sich in mehrerlei Hinsicht auswirken: Zum einen könne durch eine höhere Innovationskraft und durch eine schnellere Bereitstellung standardisierter, verbundweiter IT-Lösungen den Herausforderungen der digitalen Revolution entgegentreten werden. Durch die Hebung von Synergien und die Entwicklung des gemeinsamen Bankverfahrens „agree21“, welches zum 01.01.2020 zur Verfügung stehen soll, würde zum anderen die Wirtschaftlichkeit insgesamt verbessert. Darüber hinaus könne durch ein breites, individualisiertes Leistungs- und Produktportfolio sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Marktposition gestärkt werden. Zum Abschluss des Vortrags legte Toben die sich hieraus bis 2020 ergebenden, wesentlichen Handlungsstränge dar: Es gilt erstens, die Bankverfahren agree und bank21 zu konsolidieren und die IT insgesamt zu vereinfachen. Zweitens, verbundübergreifende Prozesse zu optimieren. Und drittens, Innovationen voranzutreiben.


Wolfgang Klotz

Im anschließenden Vortrag referierte Wolfgang Klotz, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Volksbank AG Sindelfingen und langjähriger Vorsitzender des BVR-Fachrates Informationstechnologie, über den Beitrag der Banken-IT zur Kostensenkung. Klotz stellte zu Beginn seines Vortrags heraus, dass die IT-Gesamtkosten in Relation zum Kundenvolumen der Volks- und Raiffeisenbanken seit dem Jahr 2006 um 22 Prozent gesenkt werden konnten. Trotz dieser beachtlichen Leistung gäbe es weiterhin Handlungsbedarf. Dies zeigte er mit Hilfe eines Vergleichs zur Sparkassen-Finanzgruppe, deren IT-Gesamtkosten in Relation zum Kundenvolumen in den vergangenen Jahren signifikant unter denen der Volks- und Raiffeisenbanken lagen. Die Ursache für diesen Kostenvorteil führte Herr Klotz darauf zurück, dass die Sparkassen großteiliger seien als die Volks- und Raiffeisenbanken. Dies verschaffe einer Sparkasse bei der Bearbeitung eines gleichen Marktgebietes strukturelle Vorteile bei den IT-Kosten. In der jüngeren Vergangenheit konnten allerdings dank gezielter Maßnahmen bereits zählbare Erfolge der genossenschaftlichen FinanzGruppe erzielt werden. Trotz Mengenwachstum und höherer Produktnutzung bei der Fiducia IT AG und bei der GAD eG wurden die IT-Gesamtkosten so spürbar reduziert. Durch den Zusammenschluss der beiden genossenschaftlichen Rechenzentralen seien weitere erhebliche Kostensenkungspotenziale vorhanden. Diese ergeben sich insbesondere durch eine organisatorische und strukturelle sowie durch eine technologische Komplexitätsreduktion. Auch die Reduktion der Entwicklungsaufwände werde zu weiteren Kostensenkungen beitragen. Klotz verwies darauf, dass hierbei die Sicherung der Stabilität der Systeme sowie die Aufrechterhaltung der Innovationsfähigkeit Priorität habe. Um die Subsidiarität sicherzustellen, sei es wichtig, Rahmenbedingungen zu schaffen und zu verankern, welche die Kontrollmechanismen für die Banken sicherstellen, die Einbeziehung von Benchmarks zum Wettbewerb ermöglichen und ein funktionierendes Anforderungs- und Vergabemanagement sicherstellen. Jede einzelne Primärbank sei zudem gefordert, ihre dezentralen IT-Kosten zu optimieren. Zum Abschluss seines Vortrags ging Klotz auf den Antrieb hinter all diesen Anstrengungen ein. Dieser sei es, mit Hilfe des Netzwerkes der genossenschaftlichen FinanzGruppe Werte für die Kunden zu schaffen.


André Kasten

Im dritten Vortrag erörterte André Kasten, Vorstand der Raiffeisen-Volksbank eG Aurich, die Herausforderungen und Perspektiven der Migration der Banken-IT. Hinsichtlich der Herausforderungen nutzte er den Vergleich mit einem „richtig“ organisierten Umzug in eine neue Wohnung. Hierbei sei erstens darauf zu achten, gründlich aufzuräumen. Dies betreffe bei der Migration sowohl die Daten, die sich beispielsweise in der Datenbank Lotus Notes ansammeln, als auch die Software und Hardware, die jeweils individuell hinsichtlich ihrer Aktualität geprüft werden müssen. Sich rechtzeitig zu kümmern, sei die zweite Aufgabe. Mit einem gezielten Zeit- und Projektmanagement steht und fällt der Erfolg einer Migration dieser Größe. Drittens sei es unabdingbar, richtig einzupacken. Hier betonte Herr Kasten, wie wichtig es sei, die betroffenen Mitarbeiter bei jeder Veränderung mitzunehmen und ihnen den Nutzen eines neuen Kernbanksystems zu vermitteln. So soll das neue Kernbanksystem agree21 die Vorteile der bisherigen Systeme, agree und bank21, vereinen. Gut abzusichern, sei das vierte Merkmal eines erfolgreichen Umzugs. Eine rechtzeitige und intensive Planung ist an dieser Stelle unabdingbar. Hierzu sind in den MaRisk klare Regelungen hinsichtlich des Aufstellens von Notfallkonzepten vorhanden. Demnach sind IT-Systeme vor ihrem erstmaligen Einsatz und nach wesentlichen Veränderungen zu testen und von den fachlich sowie auch von den technisch zuständigen Mitarbeitern abzunehmen. Fünftens werden fleißige Helfer benötigt, um einen Umzug zu realisieren. Kasten legte hierzu dar, wieviel Mitarbeiterkapazität im Projektmanagement, im Training und in der Vorbereitung eines Projektteams sowie im Training der Mitarbeiter veranschlagt werden sollte. Nach Thematisierung der Herausforderungen widmete sich Kasten den Perspektiven der Migration der Banken-IT. Diese sei ein wichtiger Schritt für die Bewältigung der Anforderungen des Wettbewerbs, der Regulatorik, der Digitalisierung und der Individualisierung. Es sei zudem abzusehen, dass sich die Migration positiv auf die IT-Kosten auswirken werde, da diese maßgeblich durch die vorgegebene Organisationsstruktur, deren Ausstattung und den Einsatz von individuellen Verfahren bzw. Verfahren der Rechenzentren beeinflusst werden. Kasten verwies jedoch auch darauf, dass ca. 50% der IT-Kosten dezentraler Art und damit direkt von den genossenschaftlichen Primärbanken beeinflussbar seien. Sowohl die zentralen als auch die dezentralen Kosten gelte es somit anzugehen. Kasten schloss seinen Vortrag. mit dem Zitat „Über den Wind können wir nicht bestimmen, aber wir können die Segel setzen.“


Thomas Ullrich

Im abschließenden Vortrag thematisierte Thomas Ullrich, Vorstand der DZ BANK AG, die Anforderungen der DZ BANK Gruppe an die Banken-IT für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Zu Beginn seines Vortrags verdeutlichte Herr Ullrich, dass jedes Institut in der genossenschaftlichen FinanzGruppe ein Stück weit an der Banken-IT beteiligt sei bzw. IT-Aufgaben ausübt. Er stellte anhand einer Aufstellung der IT-Kosten in der genossenschaftlichen FinanzGruppe heraus, dass die genossenschaftliche FinanzGruppe zu einem der größten IT-Anwender in Deutschland zählt und durch die bestehende Dezentralität auch zu einem der komplexesten. Die Vielfältigkeit der DZ Bank Gruppe stelle eine enorme Herausforderung an die IT dar, so Ullrich. Diese ließe sich insbesondere an den unterschiedlichen Geschäftsmodellen der Spezialinstitute manifestieren. Daneben agiere man in verschiedenen Ländern und mehreren Zeitzonen mit unterschiedlichen Regulatoren, sodass die IT der DZ Bank Gruppe unterstützend zur Seite stehen müsse und dabei insbesondere den Gesetzgebungen und Regularien der unterschiedlichen Länder und Segmente Rechnung tragen müsse. Ullrich betonte, dass die enorm angestiegene - und noch weiter ansteigende - Anzahl an regulatorischen Vorschriften zu erheblichen Aufwänden und einer signifikanten Wirkung auf die Rentabilität der Banken führen werde. Konsequenterweise sollten diese Aufwände gebündelt und in einem gemeinsamen Vorgehen innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe geleistet werden. Ebenso erfordere das Thema Digitalisierung ein schnelles, innovatives Handeln, da zusätzlich verstärkter Wettbewerb von „Branchenfremden“ ausgehe. Beispielhaft nannte Ullrich hier PayPal im Rahmen des Zahlungsverkehrs. Weiter führte Ullrich aus, dass sich die DZ BANK Gruppe diesen Herausforderungen gemeinsam stelle und auch diesbezüglich schon viel erreicht habe. Aktuell bestehe eine enge Zusammenarbeit innerhalb der DZ Bank Gruppe und den Rechenzentralen. Die gemeinsame Arbeit zu den Themen IT-Schnittstellen, IT-Sicherheit und IT-Architektur sei von besonderer Bedeutung für die gesamte Gruppe, so Ullrich. Insgesamt werden derzeit mehr als 70 Projekte mit Beteiligung der beiden genossenschaftlichen Rechenzentralen verfolgt. Dabei sei das Projektportfolio der DZ BANK Gruppe in Richtung der Volks- und Raiffeisenbanken insbesondere durch die Großprojekte Weberfolg und Beratungsqualität sowie durch die Weiterentwicklung der Vertriebsarbeitsplatz-Projekte geprägt. Am Ende seines Vortrags stellte Ullrich heraus, dass das Zusammenarbeitsmodell weiterentwickelt und in bestimmten Bereichen intensiviert werden müsse. Das primäre Ziel sollte sein, innovative Produkte und Services schnellstmöglich anzubieten sowie parallel die Kosten spürbar und nachhaltig zu reduzieren. Die intelligente Vernetzung, die Integration der Vertriebskanäle sowie die Steigerung der Realisierungsgeschwindigkeit (time-to-market) sind dabei nur drei der Erfolgskriterien aus der Perspektive der DZ BANK Gruppe.

Im Anschluss an die Vorträge erfolgte eine von Prof. Dr. Theresia Theurl moderierte Podiumsdiskussion unter dem Titel „Banken-IT in der genossenschaftlichen FinanzGruppe: Zwischen Kosten, Regulatorik und technischem Fortschritt“. Mit Hans-Heinrich Bernhard, Vorstand der Volksbank Mittelhessen eG, Dr. Christian Brauckmann, Vorstand der WGZ BANK AG, Dr. Andreas Martin, Vorstand des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., Werner Termersch, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Baumberge eG, und Thomas Ullrich, Vorstand der DZ BANK AG, konnten namhafte Diskutanten gewonnen werden, die die neue IT-Struktur aus Sicht der Primärbanken, der Zentralbanken und des Verbandes beleuchteten.

Hans-Heinrich Bernhardt
Dr. Christian Brauckmann
Thomas Ullrich
Dr. Andreas Martin
Werner Termersch
Zu Beginn der Podiumsdiskussion betonte Herr Dr. Martin, dass mit der Fusion der Fiducia IT AG und der GAD eG ein langwährender Prozess zu Ende gegangen sei. Dies sei ein wichtiger Akt für die gesamte genossenschaftliche FinanzGruppe. Mit der vereinigten Rechenzentrale könne man nun besser auf die Anforderungen des Wettbewerbs reagieren. Dabei sei es wichtig, dass die neue Rechenzentrale ihre Agilität und Flexibilität gegenüber den Primärbanken behalte. Auch Herr Termersch, der mit der Volksbank Baumberge einer eher kleinen und dennoch sehr erfolgreichen Volksbank vorsitzt, befürwortete die Fusion aus der Perspektive der Primärbanken. IT sei Innovation und Masse zugleich. Dies könne eine einheitliche Rechenzentrale abbilden. Nach seinen Wünschen an die neue Rechenzentrale gefragt, gab Herr Termersch zu bedenken, dass es wichtig sei, flexibel am Markt agieren zu können. Dafür sei auch eine größere Unterstützung im BackOffice-Bereich notwendig. Befürchtungen habe er keine, da durch Organe wie z.B. Aufsichtsrat, Beiräte, etc. keine Allmacht der Rechenzentrale zu erwarten sei. Anders als Herrn Termersch steht Herrn Bernhardt, Vorstand der Volksbank Mittelhessen eG, keine Migration ins Haus. Aus seiner Sicht stellt die Fusion der beiden Rechenzentralen einen richtigen und wichtigen Schritt dar, der jedoch 3 Jahre zu spät käme. Herr Bernhardt wusste aufgrund seiner umfangreichen Erfahrung zu berichten, dass die Stabilität der Systeme oberste Priorität haben müsse. Diese sehe er jedoch aufgrund der Fusionserfahrung der Fiducia IT AG als nicht gefährdet. Herr Ullrich hob hervor, dass DZ BANK und WGZ BANK in der Vergangenheit erhebliches Volumen mit den Rechenzentralen und für die Volksbanken Raiffeisenbanken investiert haben. Dies müsse auch in Zukunft so sein, so Ullrich. Aus Sicht der DZ BANK werden in einer Vielzahl von Projekten durch die Fusion der Rechenzentralen Doppelarbeiten vermieden werden können. Bei dieser Fusion gebe es keine Verlierer, weil die genossenschaftliche FinanzGruppe im Gesamten am Erfolg des Zusammenschlusses partizipiere. Dem schloss sich Herr Dr. Brauckmann aus Perspektive der WGZ BANK an. Wichtig sei für die Zentralbank, dass die Primärbanken weiterhin an Nr. 1 stünden. Primär- und Zentralbanken sollten so viel wie möglich in gleichen IT-Systemen arbeiten. Dass die Fusion als Chance verstanden werden solle, bekräftigte Herr Dr. Martin. Die Migration erfordere Ressourcen, aber man dürfe sie nicht aus einer zu defensiven Haltung angehen. Projekte zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit müssten parallel laufen, so Dr. Martin. Herr Ullrich verwies an dieser Stelle darauf, dass es wichtig sei, sich über gängige Marktstandards und eine verbundweite IT-Architektur zu verständigen. Gemeinsame Leitplanken wären notwendig, um eine Tiefenintegration über alle Kanäle und Produkte zu realisieren. Im Anschluss beleuchteten die Diskussionsteilnehmer die Auswirkungen der Bankenregulierung auf die IT. Herr Dr. Brauckmann prognostizierte, dass sich die Regulierung von system- und nicht systemrelevanten Banken hinsichtlich der Datenanforderungen aufeinander zu bewegen werde. Auch Herr Bernhardt rechnet damit, dass das Aufsichtsrecht über alle Banken sukzessive vereinheitlich werden wird. Dies ist aus Sicht von Herr Termersch für kleine und mittlere Primärbanken kaum zu stemmen. Eine weitere Bedrohung, mit der sich die genossenschaftliche FinanzGruppe konfrontiert sieht, stellen aus Sicht der Diskussionsteilnehmer potentielle spezialisierte Konkurrenten im Zahlungsverkehr dar. Herr Dr. Martin forderte, hier ausgesprochen aufmerksam und mit innovativen Lösungen selbst am Markt zu sein. Herr Termersch gab zu bedenken, dass der Zahlungsverkehr bildlich gesehen der Anker zum Kunden sei, welcher nicht verloren gehen dürfe. Daneben sieht Herr Dr. Brauckmann es als Herausforderung an, die Datenströme aus dem Zahlungsverkehr zielgerichtet zu nutzen.


Prof. Dr. Theresia Theurl

Die traditionelle Schlussrunde begann Frau Prof. Theurl mit der Frage, wie die Fusion der genossenschaftlichen Rechenzentralen im Jahr 2020 rückblickend bewertet wird. Herr Dr. Martin ist sich sicher, dass dies als ein Meilenstein in der Geschichte in der genossenschaftlichen FinanzGruppe wahrgenommen wird. Sowohl Herr Termersch als auch Herr Ullrich sind sich sicher, dass die Fusion als Erfolg gewertet wird. Herr Bernhardt sieht die großen Chancen, welche die Fusion generiert hat, im Vordergrund. Nach Herrn Dr. Brauckmann werden wir uns in Zukunft fragen, „ob es tatsächlich mal zwei Rechenzentralen gegeben hat“.


Publikum

Die nächste Veranstaltung der Reihe „Wissenschaft und Praxis im Gespräch“ findet am 08. Juni 2015 in Münster statt.


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