Wissenschaft und Praxis im Gespräch


Der genossenschaftliche FinanzVerbund nach der Krise - Was muss man heute tun, um morgen erfolgreich zu sein?

8. Juni 2009

Aula der Universität Münster im Schloss

Referenten:

Podiumsdiskussionsteilnehmer:


Udo Wittler, Frank M. Mühlbauer, Thomas Ullrich, WP Rainer Backenköhler, Prof. Dr. Theresia Theurl,
Michael Siegers, Hermann Burbaum (v.l.n.r.)

Zusammenfassung

Von Christian Strothmann und Lars Völker, IfG Münster

Am 08. Juni 2009 fand an der Universität Münster zum elften Mal eine Veranstaltung der Reihe „Wissenschaft und Praxis im Gespräch“ statt. Wissenschaftler und hochkarätige Vertreter der  Bankenpraxis analysierten und diskutierten Strategien für den genossenschaftlichen FinanzVerbund, der es ihm ermöglichen sollte gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Wie aktuell und relevant diese Thematik ist, zeigte das große Interesse von 180 Teilnehmern.


Gerhard Hofmann

Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung von Prof. Dr. Theresia Theurl, geschäftsführende Direktorin des Instituts für Genossenschaftswesen, referierte Gerhard Hofmann, Vorstand des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V., über die Regulierung nach der Krise und verdeutlichte dabei die Forderungen und Vorbereitungen des FinanzVerbundes. Er stellte die derzeit vorbereiteten und geplanten Konzepte vor. Dabei forderte er für die Weiterentwicklung der Finanzarchitektur Augenmaß von der Politik ein. Volle Unterstützung durch den genossenschaftlichen FinanzVerbund bestehe für den Vorschlag der Europäischen Kommission zur Gründung eines European Systemic Risk Council (ESRC) zur Erkennung von systemischen Risiken und der Abgabe von Empfehlungen mit der Möglichkeit, diese durch entsprechenden Druck auf die Aufsichtsbehörden durchsetzen zu lassen. Die Vergangenheit habe gezeigt, so Hofmann, dass Warnungen alleine nicht reichen, da sie allzu oft nicht gehört werden. Für den Ausbau der drei Level 3 Komitees zu europäischen Behörden und deren Verzahnung mit den nationalen Aufsichten zu einem Netzwerk, wie es der Kommissionsvorschlag zum European System of Financial Supervisors (ESFS) vorsieht, ist die Zeit, nach Ansicht der FinanzVerbundes, hingegen noch nicht reif. Zu viele rechtliche, politische und praktische Fragen bedürften noch der Klärung, vor allem auch die Rechtsstellung der europäischen Behörden und ihre Eingriffsrechte gegenüber nationalen Aufsichtsbehörden und Banken. Anliegen des genossenschaftlichen FinanzVerbundes ist es, rechtliche Unsicherheiten im Bereich des Aufsichtsregimes zu vermeiden sowie Klarheit bei den Kompetenzen und der Haftung zu schaffen. Herr Hofmann forderte, Überreaktionen, nationale Alleingänge und prozyklisches Handeln der Regulatoren zu verhindern. Es bestünde die Gefahr, dass durch öffentlichkeitswirksamen Aktionismus zu viel, zu schnell und zu undifferenziert reguliert werde und am Ende die eigentlichen Ursachen der Finanzkrise doch nur unzureichend adressiert werden. Insbesondere dürfe das Eigenkapital der Banken nicht als alleiniges Allheilmittel betrachtet werden. Zugleich stellte er klar, dass Basel II keineswegs versagt hätte, sondern vielmehr Teil der Lösung ist, wohl aber weiterentwickelt werden müsse. Positiv bewertet der genossenschaftliche FinanzVerbund die gute Signalwirkung der konzertierten G-20-Aktion zur Krisenbekämpfung und -vorbeugung, wobei eine zielgenaue, verursachungsgerechte Regulierung auch bei neuen Aufsichtsthemen (Rating-Agenturen, Hedge-Fonds etc.) gewährleistet werden müsse. Für ein höheres Maß an Prävention ist eine optimale Allokation der vorhandenen Aufsichtsressourcen Voraussetzung. Jedenfalls müsse zusätzlich Bürokratie, die keinen konkreten Mehrwert schaffe vermieden werden. Für den genossenschaftlichen FinanzVerbund müsse der Schwerpunkt der aufsichtlichen Aktivitäten zudem auf der Beaufsichtigung der genossenschaftlichen Gruppe als Ganzes liegen, da der genossenschaftliche Finanzverbund durch seine gemeinsame Sicherungseinrichtung als Risikoeinheit zu betrachten sei. Man erwarte, dass stabilisierende Eigenschaften des genossenschaftlichen FinanzVerbundes begünstigend bei der Regulierung berücksichtigt werden. Herr Hofmann verdeutlichte abschließend die kontinuierliche Weiterentwicklung des Risikomanagements im BVR bzw. im genossenschaftlichen FinanzVerbund und hob die gute präventive Wirkung der erarbeiteten Risikomessverfahren hervor, die sich bereits in der Finanzmarktkrise gezeigt hätte.


Udo Wittler

Udo Wittler, Vorstandsvorsitzender der BAG Bankaktiengesellschaft, setzte sich in seinem Vortrag mit dem Thema der Solvenz nach der Krise auseinander und verdeutlichte die Aufgaben und Aktivitäten der BAG. Seiner Auffassung nach liegt der Erfolg des genossenschaftlichen Geschäftsmodells neben der örtlichen Nähe und einer konsequenten Kunden- und Mitgliederorientierung vor allem auch an der Einbindung in einen starken Verbund. Er funktioniere als ein wirksamer Schutzschild und ermögliche so die Konzentration der Banken auf das Kerngeschäft. Dennoch dürfe man nicht übermütig werden, so Wittler, sei es doch längst nicht klar, ob bezüglich der Krise das Schlimmste bereits überstanden ist bzw. was noch kommt. Zu vermuten sei, dass auch auf den genossenschaftlichen FinanzVerbund noch einige Belastungen zukommen werden, die sich insbesondere aus zu erwartenden Kundeninsolvenzen ergeben. Infolge dessen sei davon auszugehen, dass auch einige Genossenschaftsbanken davon betroffen sein werden, worauf die Sicherungseinrichtungen des BVR jedoch gut vorbereitet seien. Insgesamt ist die BAG dennoch der Überzeugung, dass der genossenschaftliche FinanzVerbund gute Chancen hat, erfolgreich die Krise zu bewältigen, sofern die Bereitschaft da ist, sich den veränderten Bedingungen anzupassen, einige „alte Zöpfe“ abzuschneiden und die Möglichkeiten des Verbundes zu nutzen. So sollte stärker von der Möglichkeit des verbundinternen Outsourcing Gebrauch gemacht werden. Als einen kompetenten Partner für die Übernahme von Aufgaben in Problembereichen sieht Herr Wittler das Verbundunternehmen BAG Bankaktiengesellschaft. Er erläuterte, wie sich durch Outsourcing in Problembereichen ein Mehrwert für die betreffenden Institute schaffen lässt und welche Dienstleistungen die BAG für ihre Verbundpartner anbietet. Dabei machte er deutlich, dass die Inanspruchnahme der BAG kein Zeichen von Schwäche, sondern vielmehr ein Zeichen von betriebswirtschaftlichem Weitblick und Stärke ist. Nachdrücklich verwies er darauf, dass der oft gebrauchte Ausdruck „Bad Bank“ seiner Meinung nach nicht auf die BAG zutreffe, da das Selbstverständnis der BAG das einer Bank ist, die im Sinne des „genossenschaftlichen Geistes“ ihre Kunden betreut und auf eine langfristige Sanierung dieser ausgerichtet ist. Abschließend ging Herr Wittler noch auf das neue Angebot der BAG ein, gemeinsam mit der Bank vor Ort ein „regionales Dienstleistungscenter für Problemfälle“ zu gründen, in dem die BAG lediglich die Bearbeitung und ggf. das Risiko übernimmt, der Ansprechpartner für den Kunden jedoch unverändert die Bank vor Ort bleibt.


Thomas Ullrich

Thomas Ullrich, Vorstand der WGZ BANK AG, stellte den Hintergrund und die Entwicklung der Finanzkrise mit ihren vielen inhärenten Verstärkern vor und betonte, dass ein erfolgreiches Risikomanagement kein Zufall sei. Die Liquidität an den Finanzmärkten, so Ullrich, habe sich als der große Engpassfaktor erwiesen. Am Beispiel der Entwicklung der Risikoaufschläge für Unternehmens- und Bankanleihen, der Marktkapitalisierung von Unternehmen und der Bilanzen der FED und EZB verdeutlichte er schließlich die Ursachen der Finanzkrise. Viele dieser Indikatoren sind im Vorfeld zu wenig beachtet und nicht zutreffend interpretiert worden, während sich rückwirkend viele Anzeichen klar erkennen lassen. So gab es zu viel Gläubigkeit in Modelle, die sich ausschließlich aus Zahlen und Annahmen ergaben. Verstärkt wurde dieser Effekt durch die zu hohe Vergabe von Risikokapital an ungeeignete Finanzmarktakteure „zum Spielen“. Eine analytische Risikokontrolle sei sinnvoll, jedoch nur in Kombination mit Menschenverstand und Bauchgefühl erfahrener Banker. Für die Rückabwicklung der Finanzmarktkrise, erwartet Ullrich, dass diese lang und schmerzhaft und mit erheblichen Änderungen in der Kosten- und Ertragsstruktur verbunden sein wird. Die Banken müssen sich in den kommenden Monaten zahlreichen Herausforderungen stellen. Die gesamte Branche wird sich einer Redimensionierung unterziehen müssen und einige Wettbewerber stünden vor einer z. T. deutlichen Rekalibrierung ihrer Geschäftsmodelle. Daneben ist von einer rückläufigen Entwicklung der Ertragslage bei gleichzeitiger Zunahme der regulatorischen Anforderungen in Breite und Tiefe auszugehen. Des Weiteren wird die Bedeutung der Kapitalausstattung und vor allem der Liquiditätssicherung deutlich zunehmen, führte Ullrich aus. Für das Risikomanagement erwachsen vielfältige Anknüpfungspunkte, die sich aus dem Liquiditäts-, dem Markt-, dem Kredit- und dem operationellen Risiko ergeben. Die Liquiditätsrisiken seien bislang vernachlässigt worden und man habe sich der Illusion dauerhaft liquider Märkte hingegeben. Bei dem Marktrisiko hätte man Fehleinschätzungen der Liquidität der unterschiedlichen Assetklassen vorgenommen. Insbesondere gab es nicht genug Stresstests bzw. falls es solche gab wurde es versäumt, konsequent zureagieren, so Ullrich. Der Trugschluss „to big to fall“ sei erst durch die Lehman-Pleite offensichtlich geworden. Seitens der WGZ Bank wurden Maßnahmen frühzeitig und offensiv ergriffen. Weiterentwicklungen im Risikomanagement wurden dabei in Bezug auf die Risikotragfähigkeit, das Kredit-, Marktpreis- und Liquidtätsrisiko sowie bei der Risikoüberwachung und dem Krisenmanagement initiiert, um auch zukünftig den genossenschaftlichen FinanzVerbund zu schützen. Sowohl zur Bewältigung der Krise als auch für ein langfristiges stabiles Standing der genossenschaftlichen Institute sei auch Outsourcing als probates Mittel zu beachten, wobei der Fokus dabei auf die Ebene des genossenschaftlichen FinanzVerbundes zu richten sei.


Prof. Dr. Theresia Theurl

Die Frage nach einer veränderten „Wertewelt“ nach der Krise und den daraus resultierenden Konsequenzen für die Kommunikation analysierte anschließend Prof. Dr. Theresia Theurl. Werte haben in der aktuellen Diskussion über Banken und die Folgen der Krise eine große Bedeutung erhalten. Es stellt sich die Frage, wie lange diese Diskussion anhält und was sie bewirken wird. Unterschiedliche Szenarien sind vorstellbar. Am wahrscheinlichsten ist es, dass die Erfahrungen der Krise weiterwirken und das Bankgeschäft auch nach der Krise noch beeinflussen. Für die Volksbanken, Raiffeisenbanken und anderen Genossenschaftsbanken sei dies jedoch als eine Chance zu sehen, die offensiv genutzt werden könne, da alle Umfragen zeigen, dass es jene Werte sind, die zunehmend (wieder) Bedeutung gewinnen, die mit dem genossenschaftlichen Geschäftsmodell korrespondieren. Wenngleich Wettbewerbsvorteile nicht allein mit Werten zu gewinnen seien, ermögliche ein klares Werteprofil dennoch die Schaffung zusätzlicher Spielräume im Wettbewerb. Diese seien umso größer, je dauerhafter und intensiver die Wertediskussion anhält und je wirksamer sie ist. Es sei notwendig, die werterelevanten Konturen des genossenschaftlichen Geschäftsmodells deutlich zu schärfen. Auch sei zu berücksichtigen, dass diese Werte kein Alleinstellungsmerkmal der Genossenschaftsbanken seien. Erst durch die Kontrollfunktion des Eigentums, die sich in entsprechenden Mitgliederkonzepten niederschlägt, könne ein solches erreicht werden. Ein Mitgliederkonzept könne jedoch nicht in der Krise plötzlich übergestülpt werden, sondern ist als ein Investitionsprozess zu verstehen, dessen Wurzeln in der Vergangenheit liegen. Viele Genossenschaftsbanken können dafür heute eine Reputationsprämie nutzen. Abschließend verdeutlichte Prof. Theurl die Anforderungen an  Kommunikationsstrategien in und nach der Krise. Wesentlich ist dabei, dass eine werteorientierte Kommunikation jetzt in der Bewegung der Krise ansetzt, in der Werte an Wichtigkeit gewinnen und „Prägungen“ für das Verhalten in der Zukunft erfolgen. Dabei gilt es für die Kommunikationsstrategie eine Kombination aus der Leistungs-, der Vertrauens- und der Kontrollbeziehung als die notwendigen Anknüpfungspunkte an die Wertewelt aufzubauen. Eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie muss Werte, Produkte und die Identität des Unternehmens möglichst gut vereinen. Nur so wird sie stimmig und kann die Identifikation von Mitgliedern, Kunden, aber auch von Mitarbeitern erreichen. Die aktuell verspürten Vorteile sind vorerst kurzfristig und es gilt nun, sie in strategischer und operativer Hinsicht als dauerhafte Wettbewerbsvorteile und unter Einbezug der Wertedimension zu entwickeln.


WP Rainer Backenköhler, Hermann Burbaum, Prof. Dr. Theresia Theurl, Michael Siegers,
Frank M. Mühlbauer (v.l.n.r.)

In der von Prof. Dr. Theresia Theurl moderierten Podiumsdiskussion wurde diskutiert, ob der genossenschaftliche FinanzVerbund tatsächlich als Gewinner aus der Krise hervorgehen könne und welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssten. Zunächst gelte es jedenfalls, Chancen zu erkennen und anschließend zu nutzen. Aus dem genossenschaftlichen FinanzVerbund konnten WP Rainer Backenköhler, Vorstand und Verbandsdirektor des Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V., Frank M. Mühlbauer, Vorstand WL BANK AG, sowie Herrmann Burbaum, Vorstandssprecher Volksbank Raesfeld eG und Michael Siegers, Vorstandsvorsitzender Volksbank Hildesheim eG, gewonnen werden.

WP Rainer Backenköhler
Hermann Burbaum
Michael Siegers
Frank M. Mühlbauer

Auf dem Podium herrschte zwar Einigkeit, dass die Volks- und Raiffeisenbanken kurzfristig Krisengewinner seien, während über die langfristigen Perspektiven die Meinungen auseinandergingen. Burbaum schätzte die langfristigen Zukunftsaussichten als eher weniger erfolgversprechend ein. Er verwies darauf, dass eine zu starke Bündelung der Kräfte stattgefunden hätte und forderte eine Redimensionierung mit einer größeren Nähe zum Kunden. Die Mehrheit auf dem Podium argumentierte jedoch, dass eine solidarische und konsequente Zusammenarbeit im FinanzVerbund und eine intensivierte Nutzung seiner Möglichkeiten das existierende Geschäftsmodell der Institute auch langfristig sichern werden. Es handle sich um ein sehr zeitgemäßes Modell. Um als Gewinner aus der Krise hervorzugehen, sei es jedoch wichtig, kein universelles Konzept umzusetzen, vielmehr gelte es, individuell optimale Strategien für die einzelnen Unternehmen zu definieren, um die vorhandene Vielfalt auch als Vorteil nutzen zu können. Schließlich gebe es nicht die eine Volks- und Raiffeisenbank, führte Siegers aus, sondern es existieren 1.197 Institute. Für alle Institute gilt dabei indes, dass die Mitgliedschaft als Alleinstellungsmerkmal eine tragende und exklusive Komponente der Genossenschaftsbanken ist, die langfristige Erfolgsaussichten beinhaltet. Vermieden werden müsse in jedem Fall jedoch, dass diese Prägung der Genossenschaftsbanken zu einem Marketinggag in der derzeitigen Krise verkümmert, so Mühlbauer. Zugleich plädierte er nachdrücklich dafür, die Chancen und das Know-how der Verbundunternehmen zu nutzen, es gäbe im genossenschaftlichen FinanzVerbund eine Reihe kompetenter „Fachärzte“, die es gezielt in Anspruch zu nehmen gelte. Weitgehende Einigkeit herrschte auf dem Podium darüber, dass die Konzentration auf das originäre Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken eine Lehre aus der Krise ist. Vertrauen und Solidarität werden in Zukunft einen höheren Stellwert haben und der vollzogene Wandel von der Kasinomentalität hin zum höchsten Sicherheitsbedürfnis werde zumindest in der Einschätzung von großen Teilen der Gesellschaft bestehen bleiben, so Backenköhler. Als Abschluss der Podiumsdiskussion gaben die Diskutanten ihre Einschätzung zu den wichtigsten Schritten für eine erfolgreiche Zukunft des genossenschaftlichen FinanzVerbundes ab. Burbaum betonte, dass es wesentlich sei, zurückzukehren zum klassischen Bankmodell und Abstand zu nehmen von Entscheidungen, die überwiegend auf der Basis von abstrakten mathematischen Modellen getroffen werden. Vielmehr sollte man sich wieder auf das Gespür und den Verstand erfahrener Banker verlassen werden. In dem Punkt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, stimmte Siegers zu, ergänzte jedoch, dass dazu auch eine Kosten- und Prozessoptimierung notwendig sei. Mühlbauer hob hervor, dass es von zentraler Bedeutung, sei wieder Freude am Vertrieb bzw. an der Beratung zu bekommen, wobei es gilt, die Kosten- und Prozessstruktur als strenge Nebenbedingung nicht aus dem Blickfeld zu verlieren. Zugleich forderte er dazu auf, weitere Energien bei der Organisation der Risikosysteme zu investieren. Backenköhler fügte dem hinzu, dass er das genossenschaftliche Geschäftsmodell als sehr zukunftsfähig erachte. Um langfristig erfolgreich aufgestellt zu sein, empfahl er den Unternehmen im genossenschaftlichen FinanzVerbund die Beratung zu priorisieren, gemeinsame Verbundressourcen zu nutzen und nachhaltig in die Personalqualität zu investieren.

 


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